6. Kinderschutz

Gemäß § 8a VIII in Verbindung mit § 3 Abs. 1 und 2 des Entwurfes der Verordnung zum BayKiBiG (BayKiBiGV) hat der Träger sicherzustellen, dass die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung bei bekannt werden von Anhaltspunkten für eine konkrete Gefährdung des Wohls eines Kindes auf die Inanspruchnahme geeigneter Hilfen seitens der Eltern hinwirken. Falls diese Hilfen von den Eltern nicht angenommen werden oder nicht ausreichend erscheinen, um eine Gefährdung des betroffenen Kindes abzuwenden, sind die Fachkräfte des Kindergartens verpflichtet, nach Informationen der Eltern den Leiter des Jugendamtes der LH München (Stadtjugendamt, Orleansplatz 11, 81667 München, Tel.: (089) 2 33-00) mündlich und schriftlich zu informieren.

Gemäß § 3 Abs. 3 BayKiBiGV darf zum Schutz der Gesundheit des Kindes und um Suchtgefahren vorzubeugen, weder in Räumen noch in den Außenanlagen des Kindergartens geraucht werden. Zum weiteren Schutz der Kinder müssen die Beschäftigten des Kindergartens in regelmäßigen Abständen (ca. alle 3 Jahre) ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Kindertageseinrichtungen sind aufgrund ihres Schutzauftrages auch verpflichtet, bei der Anmeldung eines Kindes sich das ordnungsgemäß abgestempelte Vorsorgeuntersuchungsheft oder eine ärztliche Bestätigung über die Inanspruchnahme der zuletzt fälligen Vorsorgeuntersuchung vorlegen zu lassen. Sofern kein Nachweis vorgelegt wird, müssen wir als Kindertagesstätte auf die Personensorgeberechtigten einwirken, dass die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Das heißt, dass ein Gespräch über die Notwendigkeit der Früherkennungsuntersuchung geführt und dokumentiert werden muss. Eine nicht durchgeführte Untersuchung hat auf die Aufnahme bzw. den Verbleib des Kindes in der Einrichtung keine Auswirkung; allerdings müssen wir bei konkreten Anhaltspunkten einer möglichen Gefährdung des Kindeswohls eine Mitteilung an das Jugendamt tätigen (§ 3 Abs. 1 AVBayKiBiG).